Glossar

Glossar für Freelancer: Steuer-, Recht- und Tool-Begriffe

Recherche-Ratgeber · Stand November 2026 · kein Praxistest · 46 Begriffe · CompareAI Editorial

Link kopierenTeilenWhatsAppLinkedInXE-Mail

Die wichtigsten Fachbegriffe aus unseren Ratgebern in je ein bis zwei Sätzen. Die Kurzerklärungen ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung; Details, Ausnahmen und Quellen stehen jeweils im verlinkten Ratgeber.

A

Abschlagsrechnung
Rechnung über einen Teil der Vergütung, bevor das Projekt fertig ist. Die Umsatzsteuer entsteht bei Anzahlungen schon mit der Zahlung; die Schlussrechnung muss die Abschläge abziehen. Mehr im Ratgeber „Abschlagsrechnungen für Freelancer: Anzahlung, Umsatzsteuer und Schlussrechnung“
AI Act (Kennzeichnungspflicht)
Die europäische KI-Verordnung verlangt in Artikel 50 Transparenz: etwa einen Hinweis, wenn Menschen mit einem Chatbot sprechen, und die Kennzeichnung von Deepfakes. Mehr im Ratgeber „AI Act: Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte seit 2. August 2026“
Anlage EÜR
Amtliches Formular, mit dem Selbstständige ihre Einnahmenüberschussrechnung elektronisch beim Finanzamt einreichen. Mehr im Ratgeber „Anlage EÜR für Freelancer: Fristen, Pauschalen und Tipps 2026“
AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)
Vertrag nach Art. 28 DSGVO mit Dienstleistern, die personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeiten, zum Beispiel Cloud-, Newsletter- oder Buchhaltungs-Tools. Mehr im Ratgeber „AVV-Checkliste: Auftragsverarbeitung mit SaaS-Tools richtig regeln“

B

Basisrente (Rürup-Rente)
Private Altersvorsorge, deren Beiträge bis zu einem Höchstbetrag als Sonderausgaben abziehbar sind; die spätere Rente wird besteuert. Mehr im Ratgeber „Rürup-Rente (Basisrente) für Selbstständige 2026: Höchstbetrag, Steuervorteil und Haken“
Bewirtungskosten
Kosten für Geschäftsessen. Als Betriebsausgabe zählen 70 %, Voraussetzung ist ein vollständig ausgefüllter Bewirtungsbeleg. Mehr im Ratgeber „Bewirtungskosten absetzen 2026: 70-%-Regel, Bewirtungsbeleg und Vorsteuer für Selbstständige“

C

Verfahren von Google, mit dem eine Website Einwilligungssignale (etwa ad_user_data und ad_personalization) an Analytics, Ads und AdSense weitergibt. Mehr im Ratgeber „Google Consent Mode v2 erklärt: Basic oder Advanced, Pflichtsignale und was das für kleine Websites bedeutet“
Content Credentials (C2PA)
Offener Standard, der Herkunftsangaben in Bild- und Mediendateien speichert, etwa ob ein Bild mit KI erzeugt wurde. Screenshots oder Bearbeitungen können diese Daten entfernen. Mehr im Ratgeber „Content Credentials (C2PA) erklärt: Wie KI-Bilder ihre Herkunft speichern – und wo das endet“
Einwilligungsabfrage, die nötig ist, wenn eine Website nicht unbedingt erforderliche Cookies oder ähnliche Techniken einsetzt. Das TDDDG hieß früher TTDSG. Mehr im Ratgeber „Cookie-Banner nach § 25 TDDDG: Wann du eine Einwilligung brauchst“
Core Web Vitals
Drei Messwerte von Google für Ladezeit (LCP), Reaktionszeit (INP) und Layout-Stabilität (CLS) einer Webseite. Mehr im Ratgeber „Core Web Vitals verständlich: LCP, INP und CLS für Freelancer-Websites“

D

Data Privacy Framework
Abkommen zwischen EU und USA, auf das sich Datenübermittlungen an zertifizierte US-Anbieter stützen können. Mehr im Ratgeber „US-Tools und Data Privacy Framework: Was Selbstständige 2026 wissen müssen“
Datenpanne
Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten, etwa eine Mail an den falschen Empfänger oder ein verlorener Laptop. Meldepflichtige Pannen gehen innerhalb von 72 Stunden an die Aufsichtsbehörde. Mehr im Ratgeber „Datenpanne melden: was Freelancer in den ersten 72 Stunden tun müssen“
Dauerfristverlängerung
Auf Antrag verschiebt das Finanzamt die Frist für die Umsatzsteuer-Voranmeldung um einen Monat. Mehr im Ratgeber „Umsatzsteuer-Voranmeldung: Fristen, Zeitraum und Dauerfristverlängerung für Freelancer“
Dienstvertrag und Werkvertrag
Beim Dienstvertrag (§ 611 BGB) schuldest du eine Tätigkeit, beim Werkvertrag (§ 631 BGB) einen Erfolg. Davon hängen Abnahme, Mängelrechte und Kündigung ab. Mehr im Ratgeber „Dienstvertrag oder Werkvertrag? Was Freelancer bei Abnahme, Haftung und Kündigung wissen müssen“
Double-Opt-in
Anmeldeverfahren für Newsletter: Wer sich einträgt, bestätigt die Anmeldung zusätzlich über einen Link per E-Mail. So lässt sich die Einwilligung nachweisen. Mehr im Ratgeber „Double-Opt-in für Newsletter: Pflicht, Ablauf und Nachweis“
DSFA (Datenschutz-Folgenabschätzung)
Vorab-Prüfung nach Art. 35 DSGVO für Verarbeitungen mit voraussichtlich hohem Risiko, was auch bestimmte KI-Anwendungen betreffen kann. Mehr im Ratgeber „Datenschutz-Folgenabschätzung bei KI-Tools: Wann Selbstständige eine DSFA brauchen“

E

E-Rechnung
Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format, das Software automatisch auslesen kann. Ein einfaches PDF zählt nicht dazu. Kleinunternehmer müssen E-Rechnungen empfangen können. Mehr im Ratgeber „E-Rechnung als Kleinunternehmer: Was du 2026 wirklich musst“
Einkommensteuer-Vorauszahlungen
Vierteljährliche Abschläge auf die erwartete Einkommensteuer nach § 37 EStG, die das Finanzamt festsetzt. Mehr im Ratgeber „Einkommensteuer-Vorauszahlungen für Selbstständige: Termine, Berechnung und Anpassung per ELSTER“

F

Freiberufler
Selbstständige mit einem freien Beruf nach § 18 EStG. Sie brauchen keine Gewerbeanmeldung und zahlen keine Gewerbesteuer. Mehr im Ratgeber „Freiberufler oder Gewerbe? So ordnest du deine Tätigkeit ein“

G

GiroCode (EPC-QR-Code)
QR-Code auf der Rechnung, der Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck enthält, damit Kunden die Überweisung per Banking-App scannen können. Mehr im Ratgeber „GiroCode auf der Rechnung: QR-Code für Überweisungen richtig einsetzen“
GoBD
Verwaltungsvorschrift zur ordnungsmäßigen Buchführung und Aufbewahrung in elektronischer Form, inklusive der Pflicht zur Verfahrensdokumentation. Mehr im Ratgeber „GoBD-Verfahrensdokumentation für Freelancer: Was rein muss und wie du sie in einem Nachmittag anlegst“
GWG (geringwertiges Wirtschaftsgut)
Bewegliches Arbeitsmittel bis 800 € netto, das im Jahr der Anschaffung komplett abgesetzt werden darf. Mehr im Ratgeber „Laptop, Monitor & Co. absetzen: GWG-Grenze 800 €, Sammelposten und Abschreibung für Selbstständige“

I

Impressumspflicht
Pflicht zur Anbieterkennzeichnung für geschäftsmäßige digitale Dienste, seit Mai 2024 im Digitale-Dienste-Gesetz (§ 5 DDG) geregelt. Mehr im Ratgeber „Impressum für Freelancer: Pflichtangaben nach § 5 DDG“

K

KI-Kompetenz
Pflicht aus Art. 4 AI Act: Wer KI beruflich einsetzt, muss für ausreichendes Wissen über Chancen und Risiken sorgen. Sie gilt seit Februar 2025. Mehr im Ratgeber „KI-Kompetenz nach Art. 4 AI Act: Was kleine Firmen umsetzen müssen“
Kleinbetragsrechnung
Rechnung bis 250 € brutto, für die nach § 33 UStDV weniger Pflichtangaben reichen. Mehr im Ratgeber „Kleinbetragsrechnung bis 250 Euro: Pflichtangaben, Vorsteuer und E-Rechnung“
Kleinunternehmerregelung
Wer unter den Umsatzgrenzen bleibt (2026: 25.000 € Vorjahresumsatz, 100.000 € im laufenden Jahr), stellt Rechnungen ohne Umsatzsteuer. Mehr im Ratgeber „Kleinunternehmerregelung 2026: Die 25.000- und 100.000-€-Grenze erklärt“
Kontenrahmen (SKR 03 / SKR 04)
Standardisierte Kontenpläne für die Buchhaltung. SKR 03 ist nach Prozessen, SKR 04 nach dem Jahresabschluss gegliedert. Mehr im Ratgeber „SKR 03 oder SKR 04? Kontenrahmen für Freelancer einfach erklärt“
Künstlersozialkasse (KSK)
Sozialversicherung für selbstständige Künstler und Publizisten, etwa Designer, Texter und Fotografen. Auftraggeber zahlen auf deren Honorare die Künstlersozialabgabe. Mehr im Ratgeber „Künstlersozialkasse für Freelancer: Versicherung und Abgabe 2026“

N

NIS2
EU-Richtlinie für Cybersicherheit, in Deutschland mit dem NIS2-Umsetzungsgesetz umgesetzt. Kleine Firmen sind meist nicht direkt betroffen, als Zulieferer aber teils indirekt. Mehr im Ratgeber „NIS2 für Selbstständige und kleine Agenturen: Wer betroffen ist und was Zulieferer wissen sollten“

O

OSS (One-Stop-Shop)
Verfahren beim BZSt, über das Umsatzsteuer auf digitale Leistungen an Privatkunden in anderen EU-Ländern zentral gemeldet wird. Mehr im Ratgeber „OSS-Verfahren für digitale Produkte: Wann Selbstständige EU-Umsatzsteuer über den One-Stop-Shop melden“

P

Pflichtangaben auf Rechnungen
Angaben, die eine Rechnung nach § 14 UStG enthalten muss, etwa Steuernummer, Rechnungsnummer, Leistungsdatum und Steuerbetrag. Mehr im Ratgeber „Pflichtangaben auf Rechnungen: Checkliste nach § 14 UStG“
Prompt-Injection
Angriff, bei dem versteckte Anweisungen in Mails, PDFs oder Webseiten ein KI-Modell oder einen KI-Agenten zu ungewollten Aktionen bringen. Mehr im Ratgeber „Prompt-Injection: Wie versteckte Befehle KI-Agenten manipulieren – und wie du dich schützt“

R

Reverse Charge (§ 13b UStG)
Die Steuerschuld geht auf den Leistungsempfänger über. Das betrifft zum Beispiel Software-Abos ausländischer Anbieter, bei denen keine deutsche Umsatzsteuer auf der Rechnung steht. Mehr im Ratgeber „Reverse Charge bei ausländischer Software: ChatGPT, Canva & Co. richtig verbuchen“

S

Scheinselbstständigkeit
Formal selbstständige Tätigkeit, die tatsächlich einer Beschäftigung entspricht. Klarheit bringt das Statusfeststellungsverfahren der Rentenversicherung nach § 7a SGB IV. Mehr im Ratgeber „Scheinselbstständigkeit vermeiden: Statusfeststellung bei der DRV“
Skonto
Preisnachlass bei Zahlung innerhalb einer kurzen Frist. Zieht der Kunde Skonto ab, ändert sich auch die Umsatzsteuer. Mehr im Ratgeber „Skonto auf Rechnungen: richtig formulieren, berechnen und buchen – für Freelancer“
SPF, DKIM und DMARC
Drei DNS-Einträge, mit denen Mailserver prüfen, ob eine E-Mail wirklich von deiner Domain stammt. Große Postfach-Anbieter verlangen sie für Massenmails. Mehr im Ratgeber „SPF, DKIM und DMARC: So landen deine Newsletter nicht im Spam“
Stornorechnung
Rechnung, die eine fehlerhafte Rechnung vollständig aufhebt. Kleinere Fehler lassen sich oft stattdessen per Rechnungsberichtigung korrigieren. Mehr im Ratgeber „Rechnung korrigieren: Berichtigung oder Stornorechnung?“

U

USt-IdNr. (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer)
Nummer vom Bundeszentralamt für Steuern, die du für Geschäfte mit Unternehmen in anderen EU-Ländern brauchst. Mehr im Ratgeber „USt-IdNr. beantragen und prüfen: Anleitung für Freelancer mit EU-Kunden“

V

Verfahrensdokumentation
Beschreibung nach den GoBD, wie Belege erfasst, verarbeitet und aufbewahrt werden. Mehr im Ratgeber „GoBD-Verfahrensdokumentation für Freelancer: Was rein muss und wie du sie in einem Nachmittag anlegst“
Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten
Übersicht nach Art. 30 DSGVO, welche personenbezogenen Daten du wofür verarbeitest. Die Ausnahme für kleine Betriebe hilft in der Praxis selten. Mehr im Ratgeber „Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten: Pflicht für Freelancer und wie du es in einer Stunde anlegst“
Vorsteuerabzug
Unternehmer dürfen die Umsatzsteuer aus Eingangsrechnungen nach § 15 UStG vom Finanzamt zurückholen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Kleinunternehmer haben keinen Vorsteuerabzug. Mehr im Ratgeber „Vorsteuerabzug für Selbstständige: Voraussetzungen, Zeitpunkt und typische Fehler“

W

Webhook
Automatische Nachricht, die eine App sofort an eine URL schickt, wenn etwas passiert, etwa eine neue Formularanfrage. So startet eine Automation ohne zeitgesteuerte Abfrage. Mehr im Ratgeber „Webhooks einfach erklärt: Sofort-Automationen mit Make, n8n und Zapier“
Wirtschafts-Identifikationsnummer (W-IdNr.)
Bundeseinheitliche Nummer für wirtschaftlich Tätige, die das BZSt automatisch und in Stufen bis 2027 vergibt. Mehr im Ratgeber „Wirtschafts-Identifikationsnummer: Wer sie wann bekommt (Stand 2026)“

X

XRechnung und ZUGFeRD
Zwei Formate für E-Rechnungen. XRechnung ist reines XML, ZUGFeRD verbindet ein PDF mit eingebetteten XML-Daten. Mehr im Ratgeber „XRechnung oder ZUGFeRD: Welches E-Rechnungsformat passt?“

Z

Zehn-Tage-Regel
Regel nach § 11 EStG: Regelmäßig wiederkehrende Zahlungen kurz vor oder nach dem Jahreswechsel werden dem Jahr zugeordnet, zu dem sie wirtschaftlich gehören. Mehr im Ratgeber „10-Tage-Regel in der EÜR: Zahlungen um den Jahreswechsel richtig zuordnen“
Zusammenfassende Meldung
Meldung an das BZSt über Leistungen an Unternehmen in anderen EU-Ländern, zusätzlich zur Umsatzsteuer-Voranmeldung. Mehr im Ratgeber „Zusammenfassende Meldung: Pflicht bei Leistungen an EU-Geschäftskunden“

Weiter in die Themen

← Alle Ratgeber Tool-Verzeichnis

0/3 Vergleichen