Recherche-Ratgeber · Buchhaltung/Rechnung

GiroCode auf der Rechnung: QR-Code für Überweisungen richtig einsetzen

Recherche-Ratgeber · Stand Oktober 2026 · kein Praxistest · veröffentlicht 23.10.2026 · 8 Min ·

Teil der Themenübersicht Buchhaltung & Rechnungen für Freelancer: Alle Ratgeber im Überblick

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Hinweis: Dieser Beitrag ist eine Recherche auf Basis öffentlicher Anbieterangaben und Gesetzestexte (Stand Okt 2026), kein Praxistest. Preise und Limits können sich ändern, prüfe sie vor dem Kauf auf der verlinkten Quelle. Keine Rechts- oder Steuerberatung.

Ein kleiner QR-Code unten auf der Rechnung, Kunde scannt ihn mit der Banking-App, Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck stehen sofort im Überweisungsformular. Das ist der GiroCode, technisch der „EPC-QR-Code“ des European Payments Council. Für Freelancer ist er eine einfache Möglichkeit, Zahlendreher und Rückfragen zu vermeiden – und damit schneller an das Geld zu kommen. Dieser Ratgeber erklärt, was im Code steht, wo die Grenzen liegen und wie du ihn sicher einsetzt.

Was ist der GiroCode?

Der GiroCode ist ein QR-Code nach dem Standard EPC069-12 (aktuelle Fassung 3.1 vom 19. März 2024). Er enthält die Daten einer SEPA-Überweisung als kurzen Text. Banking-Apps wie die App Sparkasse lesen ihn ein und füllen das Formular aus; die Zahlung gibst du danach wie gewohnt per TAN frei. Laut Sparkasse funktioniert das auch mit Rechnungen aus anderen SEPA-Ländern, sofern der Absender einen Code anbietet. Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht – der Code ist ein Service für deine Kunden.

Welche Daten im Code stehen

Der Inhalt ist zeilenweise aufgebaut. Laut EPC-Richtlinie gelten unter anderem diese Felder und Grenzen:

Der gesamte Inhalt darf höchstens 331 Byte groß sein; die EPC empfiehlt die Fehlerkorrekturstufe M. Wichtig: Laut Richtlinie sollen die Zahlungsdaten zusätzlich als lesbarer Text auf dem Dokument stehen, damit niemand gezwungen ist, sich auf den Code zu verlassen.

Empfängerüberprüfung: Name muss passen

Seit dem 9. Oktober 2025 gleichen Banken bei SEPA- und Echtzeitüberweisungen vor der Freigabe den eingegebenen Empfängernamen mit dem Namen des Kontoinhabers ab (Verification of Payee). Der Zahlende bekommt vor der Freigabe eine Rückmeldung – sinngemäß Übereinstimmung, teilweise Übereinstimmung, keine Übereinstimmung oder Prüfung nicht möglich (die genaue Formulierung hängt von der Bank ab). Für den GiroCode heißt das: Trage im Feld Name genau die Kontobezeichnung ein, die deine Bank führt – nicht deinen Markennamen, wenn das Konto auf deinen bürgerlichen Namen läuft. Sonst bekommen Kunden eine Warnung und fragen nach oder zahlen gar nicht.

Verwendungszweck clever wählen

Am praktischsten ist ein kurzer freier Text mit Rechnungsnummer, zum Beispiel „RE-2026-118“. So findest du die Zahlung im Kontoauszug sofort und kannst sie in deinem Buchhaltungsprogramm zuordnen. Wer viele Zahlungen automatisch abgleichen will, kann eine strukturierte RF-Referenz nutzen; das lohnt sich aber erst bei größeren Mengen. Schreibe keine sensiblen Daten in den Zweck – er erscheint auf dem Kontoauszug des Kunden.

GiroCode erstellen: drei Wege

  1. Im Rechnungsprogramm: Viele Rechnungsprogramme können einen Zahlungs-QR-Code auf die PDF drucken. Ob und in welchem Tarif das bei easybill, sevdesk oder Lexware Office geht, haben wir nicht verifiziert – schau in die Hilfe deines Programms.
  2. Mit einem Generator: Online-Generatoren erzeugen den Code aus deinen Eingaben. Achte darauf, dass keine Kundendaten an einen unbekannten Dienst gehen – IBAN und Betrag reichen.
  3. Selbst erzeugen: Wer Rechnungen per Skript erstellt, kann den Text nach EPC-Schema zusammensetzen und mit einer QR-Bibliothek ausgeben.

Teste jeden neuen Code mit mindestens zwei Banking-Apps, bevor du ihn verschickst.

Was der GiroCode nicht ersetzt

Sicherheit: QR-Codes können gefälscht sein

Ein QR-Code ist nur so vertrauenswürdig wie das Dokument, auf dem er steht. Betrüger fälschen Rechnungen und tauschen IBAN oder Code aus. Deshalb: Rechnungen nur über bekannte Kanäle verschicken, die IBAN auf dem Briefkopf mit der im Code abgleichen und Kunden bitten, bei geänderter Bankverbindung telefonisch nachzufragen. Weitere Schutzmaßnahmen stehen im Ratgeber Rechnungsbetrug und Phishing.

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FAQ

Ist der GiroCode auf Rechnungen Pflicht?

Nein. Er ist ein freiwilliger Service. Die gesetzlichen Pflichtangaben einer Rechnung bleiben unverändert.

Was ist der Unterschied zwischen GiroCode und EPC-QR-Code?

Inhaltlich keiner: GiroCode ist der in Deutschland verbreitete Name für den QR-Code nach dem EPC-Standard EPC069-12.

Muss ich die BIC angeben?

In Version 002 ist die BIC innerhalb des EWR optional. Version 001 verlangt sie noch; die meisten Generatoren nutzen 002.

Warum bekommt mein Kunde eine Warnung beim Bezahlen?

Häufig passt der Empfängername nicht zur Kontobezeichnung. Seit Oktober 2025 prüfen Banken den Namen gegen die IBAN. Trage den exakten Kontoinhaber ein.

Kann ich den Betrag im Code weglassen?

Ja. Dann füllt die App nur Empfänger und IBAN aus, und der Kunde gibt den Betrag selbst ein – praktisch für Abschlagszahlungen oder Spenden.

Quellen (Stand Okt 2026)

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