Miro mit Kunden: Whiteboards für Workshops, Briefings und Feedback
Miro ist ein Online-Whiteboard. Für Freelancer ist es vor allem in der Zusammenarbeit mit Kunden nützlich: gemeinsam Ideen sammeln, Strukturen skizzieren, Feedback direkt an Entwürfen hinterlassen. Dieser Ratgeber zeigt, wie das praktisch aussieht und welcher Tarif reicht.
Tarife laut Miro
| Tarif | Preis pro Mitglied/Monat (jährlich / monatlich) | Wichtigstes |
|---|---|---|
| Free | 0 $ | 3 bearbeitbare Boards |
| Starter | 8 $ / 10 $ | unbegrenzte Boards, private Boards, Export in hoher Qualität |
| Business | 20 $ / 25 $ | mehr Sicherheit, Gäste-Verwaltung, SSO |
| Enterprise | individuell | Verwaltung, Compliance |
Drei typische Einsätze
1. Kickoff-Workshop
Ein Board mit Bereichen für Ziele, Zielgruppe, Wettbewerber, offene Fragen. Du moderierst per Videocall, der Kunde schreibt Haftnotizen. Am Ende ist das Briefing auf einem Board – siehe auch Kundenbriefing mit KI.
2. Struktur und Sitemap
Für Websites oder Präsentationen: Seiten als Karten, Verbindungen als Pfeile. Der Kunde sieht sofort, was wohin gehört, und kann direkt kommentieren. Steht die Gliederung einer Präsentation, kannst du die Folien anschließend mit einem KI-Tool wie Gamma entwerfen – welche Werkzeuge dafür infrage kommen, zeigt Präsentationen mit KI erstellen.
3. Feedback an Entwürfen
Entwürfe als Bilder aufs Board legen, der Kunde setzt Kommentare an konkrete Stellen. Das ist präziser als Feedback per Mail. Für Moodboards siehe Moodboards mit KI.
Board-Aufbau, der funktioniert
- Oben links eine kurze Anleitung: „So nutzt du dieses Board“
- Klare Bereiche mit Überschriften (Frames)
- Eine Farbe für Kundennotizen, eine für deine
- Bereich „Entscheidungen“ und „Offene Fragen“
- Nach dem Workshop: Ergebnisse als PDF exportieren und ablegen
Mit dem Free-Tarif auskommen
Drei bearbeitbare Boards reichen für den Einstieg. Der Trick: Abgeschlossene Projekte exportieren und das Board löschen bzw. archivieren, um Platz für neue zu schaffen. Wer laufend mehrere Kunden parallel betreut, landet schnell beim Starter-Tarif.
Kunden ohne Konto einladen
Boards lassen sich per Link teilen, je nach Einstellung auch für Personen ohne Miro-Konto. Achte darauf, wer den Link bekommt und ob er Bearbeitungsrechte erlaubt. Für vertrauliche Inhalte den Zugriff auf eingeladene Personen beschränken.
KI-Funktionen
Miro bietet KI-Funktionen, etwa Haftnotizen zusammenfassen, gruppieren oder Ideen generieren. Umfang und Kontingent hängen vom Tarif ab. Praktisch ist das nach Workshops: viele Notizen automatisch nach Themen sortieren lassen und dann manuell prüfen.
Miro im Zusammenspiel
- Ergebnisse als Aufgaben in ClickUp oder Notion übertragen.
- Grafiken aus Canva aufs Board holen.
- Protokoll des Workshops nach Protokoll-Vorlage schreiben.
Datenschutz
Miro ist ein Anbieter mit Sitz in den USA und Niederlassungen in Europa. Für Boards mit personenbezogenen Daten AVV und Übermittlungsgrundlage prüfen. Auf Boards keine sensiblen Daten wie Gesundheitsinformationen oder Passwörter ablegen.
Ablauf eines Remote-Workshops
- Vorbereitung: Board mit Bereichen und Leitfragen anlegen, Link einen Tag vorher schicken, damit der Kunde den Zugang testen kann.
- Einstieg (5 Minuten): Kurz zeigen, wie man Haftnotizen setzt und navigiert.
- Sammeln (15 Minuten): Jeder schreibt still Notizen zu den Leitfragen.
- Clustern (15 Minuten): Gemeinsam ähnliche Notizen gruppieren, Themen benennen.
- Priorisieren (10 Minuten): Mit Punkten abstimmen, was am wichtigsten ist.
- Abschluss: Entscheidungen und nächste Schritte im Board festhalten, danach als PDF exportieren.
Ein Timer auf dem Board hilft, die Zeit einzuhalten. Plane für ein solches Format rund eine Stunde ein.
Nach dem Workshop lohnt ein kurzer Rückblick: Welche Bereiche wurden genutzt, welche blieben leer? So wird die Vorlage für den nächsten Kunden besser. Speichere bewährte Boards als eigene Vorlage.
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Canva Magic öffnen Profil
FAQ
Ist Miro kostenlos?
Ja, Free enthält laut Miro 3 bearbeitbare Boards.
Was kostet Miro Starter?
8 $ pro Mitglied und Monat bei jährlicher, 10 $ bei monatlicher Zahlung.
Brauchen Kunden ein Miro-Konto?
Je nach Freigabe-Einstellung nicht. Für vertrauliche Boards den Zugriff auf eingeladene Personen beschränken.
Wofür nutzen Freelancer Miro?
Für Workshops, Briefings, Sitemaps, Moodboards und Feedback an Entwürfen.
Quellen (Stand Okt 2026)
Weiterlesen
- Kundenbriefing mit KI: Vom Erstgespräch zum strukturierten Briefing
- Moodboards mit KI: Workflow mit Midjourney, Canva und Miro
- ClickUp für Freelancer: Free Forever, Unlimited und wann es sich lohnt
- Protokoll-Vorlage für Kundencalls – mit und ohne KI-Notetaker