Make oder n8n — Automatisierung ohne Code
Automatisierung ohne Code heißt: Ein Formular, eine Mail oder eine neue Rechnung löst den nächsten Schritt aus, ohne dass du ihn abtippst. Zwei Werkzeuge im Katalog decken das für Solos ab — Make.com als visuelle Automation und n8n als Workflow- und Agentenbau, den du stärker selbst steuerst.
Kurzfassung
- Make, wenn du Apps verbinden willst und wenig Lust auf Betrieb hast. Katalog: Free, Core ab etwa 9 $/Monat.
- n8n, wenn die Abläufe dein Eigentum sein sollen, inklusive KI-Schritten, und du Cloud oder eigenes Hosting akzeptierst. Katalog: Cloud Starter ab etwa 20 €/Monat.
- Weder noch, solange der Prozess noch nicht sitzt. Erst den Ablauf einmal von Hand aufschreiben, dann automatisieren.
Vergleich
| Make.com | n8n Cloud | |
|---|---|---|
| Katalog-Preis | Free · Core ab ~9 $/Mo | Cloud Starter ab ~20 €/Mo |
| Katalog-Score | 4,6 | 4,6 |
| Rolle im Katalog | Workflows zwischen Apps — Angebote, CRM, Rechnungen | Visueller Workflow- und Agentenbau, viele Integrationen |
| Für wen | Solos, die verbinden statt betreiben wollen | Technisch versierte Freelancer, die Abläufe kontrollieren wollen |
| Kategorie | Produktivität / Automation | KI-Agenten / Agent-Plattform |
Kontingente (Operationen, Ausführungen, aktive Szenarien) ändern sich und stehen nicht im Katalog. Ein „Free“-Tarif ist ein Test, kein Versprechen, dass dein späteres Volumen umsonst bleibt. n8n lässt sich zusätzlich selbst betreiben — das Produkt ist dafür bekannt, nicht nur als Cloud gemietet zu werden. Self-Hosting spart keine Arbeit: Updates, Backups und ein Server bleiben bei dir. Dafür liegen die Workflows auf Infrastruktur, die du gewählt hast.
Was „ohne Code“ konkret heißt
Du ziehst Schritte auf eine Fläche: Trigger, Filter, Aktion. Typische Freelancer-Ketten, die sich lohnen, sind kurz.
- Neue Terminanfrage oder ein Formular legt einen Kontakt an und schickt dir eine Zusammenfassung, nicht dem Kunden schon die Rechnung.
- Ein bezahlter Auftrag erzeugt eine Aufgabe und eine Ordnerstruktur. Die Rechnung selbst schreibst du im Buchhaltungstool, siehe E-Rechnung für Freelancer.
- Eine wiederkehrende Recherche oder ein Statusbericht wird eingesammelt und als Entwurf abgelegt — zum Gegenlesen, nicht zum automatischen Versand.
Make ist im Katalog genau auf das Verbinden von Angebots-, CRM- und Rechnungstools zugeschnitten. n8n ist dort die Variante, in der aus demselben Baukasten auch Agenten werden: ein Modell liest mit, entscheidet einen Zweig, ruft ein Tool auf. Das ist mächtiger und leichter falsch konfiguriert.
Für wen
Make, wenn du zum ersten Mal automatisierst, die Apps schon hast (Mail, Tabelle, CRM, Buchhaltung) und keinen Server willst. Der günstigere Einstieg im Katalog spricht dafür. Die Grenze kommt, wenn du Sonderlogik brauchst, die sich in vorgefertigten Modulen nur umständlich abbilden lässt, oder wenn dir wichtig ist, die Automation nicht nur zu mieten.
n8n, wenn du schon weißt, was ein Webhook ist, Fehler selbst ansehen willst und später KI-Schritte einbauen möchtest, ohne die Plattform zu wechseln. Der Cloud-Preis liegt im Katalog über Makes Core-Einstieg. Das kann sich lohnen, wenn du sonst an einem zweiten Tool für Agenten hängen bleibst — etwa Lindy oder Relevance AI, beschrieben in KI-Agenten im Alltag.
Keines von beiden, wenn der Prozess aus drei Mails im Monat besteht. Dann ist der Bau der Automation teurer als das Abtippen.
Worauf du aufpassen solltest
- Keine unbeaufsichtigten Kundenmails und keine Zahlungen, die ohne deine Freigabe rausgehen. Ein Entwurf ist Automation, ein Versand ist eine Entscheidung.
- Zugangsdaten der Kunden gehören nicht in ein Szenario „zum Testen“. Jede App, die du anschließt, sieht die Daten, die du hindurchreichst.
- Fehlerpfad mitdenken: Was passiert, wenn die API liegt? Ein stiller Abbruch ist schlimmer als eine Mail an dich.
- US-Cloud und AV-Vertrag prüfen, bevor Kundendaten durchlaufen. Das steht in den DPA-Unterlagen des Anbieters, nicht in unserem Preisvergleich.
Empfehlung
Ohne technische Neigung: Make, ein einziges Szenario, das dir jede Woche messbar Zeit nimmt. Mit Neigung und dem Wunsch, Abläufe zu besitzen oder KI-Schritte kontrolliert einzubauen: n8n Cloud, Self-Hosting erst, wenn du den Workflow schon verstanden hast. Nicht beides parallel starten.
Anbieterseiten
Make.com öffnen Profil
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FAQ
Ersetzt das ein CRM oder eine Buchhaltung?
Nein. Make und n8n schieben Daten zwischen Tools. Die Rechnung bleibt bei Lexware Office, sevdesk oder easybill, die Pipeline bei einem CRM.
Ist n8n „Open Source und damit gratis“?
Selbst betreiben ist möglich, gratis im Sinne von „kein Cloud-Abo“ — nicht im Sinne von „keine Arbeit und keine Lizenzfragen“. Die Cloud im Katalog beginnt bei etwa 20 € im Monat. Lizenz und Tarifgrenzen auf n8n.io prüfen, bevor du darauf ein Kundenprojekt baust.
Wie viele Automationen brauche ich?
Eine, die zuverlässig läuft, schlägt fünf halbfertige. Wenn du den Ablauf nicht in fünf Sätzen erklären kannst, ist er noch nicht reif für ein Tool.