Recherche-Ratgeber · KI-Schreiben

LinkedIn nutzt Profildaten für KI-Training: So widersprichst du als Selbstständiger

Recherche-Ratgeber · Stand November 2026 · kein Praxistest · veröffentlicht 01.11.2026 · 6 Min ·

Teil der Themenübersicht KI-Schreiben für Freelancer: Alle Ratgeber zu Texten, Übersetzung und Prüfung

Link kopierenTeilenWhatsAppLinkedInXE-Mail

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine Recherche auf Basis öffentlicher Anbieterangaben und Gesetzestexte (Stand Nov 2026), kein Praxistest. Preise und Limits können sich ändern, prüfe sie vor dem Kauf auf der verlinkten Quelle. Keine Rechts- oder Steuerberatung.

Für viele Freelancer ist LinkedIn das wichtigste Akquise-Netzwerk: Profil, Fachbeiträge, Kommentare. Seit dem 3. November 2025 nutzt LinkedIn diese Inhalte von Mitgliedern aus der EU, dem EWR und der Schweiz auch, um Modelle für generative KI zu trainieren. Das Unternehmen stützt sich dabei auf das berechtigte Interesse nach der DSGVO und bietet eine Widerspruchsmöglichkeit an. Dieser Ratgeber zeigt, was betroffen ist und wie du widersprichst – auf Basis der LinkedIn-Hilfe und Hinweisen von Datenschutzaufsichtsbehörden (Abruf 01.11.2026).

Welche Daten LinkedIn nutzt

Laut LinkedIn-Hilfe geht es um Daten, die Mitglieder auf der Plattform teilen, insbesondere:

Private Nachrichten werden laut LinkedIn nicht für das Training generativer KI verwendet. Daten von Mitgliedern unter 18 Jahren sind ausgenommen. Die Modelle sollen laut LinkedIn z. B. beim Formulieren von Profil-Updates, Nachrichten und Beiträgen helfen und es Personalsuchenden erleichtern, Mitglieder zu finden und anzusprechen.

Die Einstellung finden und ausschalten

  1. Bei LinkedIn einloggen, oben auf das eigene Profilbild → Einstellungen und Datenschutz.
  2. Bereich Datenschutz bzw. „Wie LinkedIn Ihre Daten verwendet“ öffnen.
  3. „Daten zur Verbesserung generativer KI“ auswählen und den Schalter ausschalten.
  4. Optional zusätzlich die Einstellung zur Datennutzung für „Sozial-, Wirtschafts- und Arbeitsplatzforschung“ prüfen; die Landesbeauftragte für Datenschutz NRW empfiehlt, auch diese zu deaktivieren, wenn man keine Nutzung der eigenen Daten wünscht.
  5. In der App findest du die Einstellungen über das Profilbild → Einstellungen → Datenschutz.

Menübezeichnungen können je nach Sprache und App-Version leicht abweichen.

Die Einstellung ist laut LinkedIn standardmäßig eingeschaltet. Wer früher das Widerspruchsformular („Data Processing Objection Form“) genutzt hat, soll laut LinkedIn-Hilfe prüfen, ob der Schalter tatsächlich auf „aus“ steht.

Was der Widerspruch bewirkt – und was nicht

Rechtlicher Hintergrund

Das Training stützt LinkedIn auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse). Gegen eine solche Verarbeitung haben Betroffene ein Widerspruchsrecht nach Art. 21 DSGVO. Die luxemburgische Datenschutzbehörde CNPD und deutsche Aufsichtsbehörden haben im Herbst 2025 auf die Änderung hingewiesen und erklärt, wie Nutzer widersprechen können. Die abschließende Bewertung der Rechtmäßigkeit liegt bei den Aufsichtsbehörden; als federführende Behörde für LinkedIn in der EU gilt die irische Data Protection Commission.

Was Freelancer zusätzlich bedenken sollten

Kurz-Checkliste

  1. Schalter „Daten zur Verbesserung generativer KI“ aus.
  2. „Sozial-, Wirtschafts- und Arbeitsplatzforschung“ prüfen.
  3. Werbeeinstellungen kontrollieren.
  4. Bei einem früheren Widerspruch per Formular kontrollieren, ob der Schalter aus ist.
  5. Einstellung nach größeren App-Updates erneut prüfen.

Anbieterseiten

Redaktionelle Links ohne Provision.

ChatGPT öffnen Profil
Claude öffnen Profil

FAQ

Seit wann nutzt LinkedIn meine Daten für KI-Training?

Für Mitglieder in der EU, dem EWR und der Schweiz seit dem 3. November 2025, laut LinkedIn-Hilfe.

Werden private Nachrichten für das KI-Training genutzt?

Nein, laut LinkedIn nicht. Betroffen sind vor allem Profildaten und öffentliche Inhalte wie Beiträge und Kommentare.

Wirkt der Widerspruch rückwirkend?

Nein. Er gilt nur für künftige Daten; bereits für Trainings verwendete Daten bleiben laut LinkedIn und LDI NRW unberührt.

Ist die Einstellung standardmäßig aktiv?

Ja. Wer kein Training möchte, muss den Schalter „Daten zur Verbesserung generativer KI“ selbst ausschalten.

Verliere ich durch den Widerspruch Funktionen?

Laut LinkedIn kannst du die KI-Funktionen weiterhin nutzen; der Widerspruch betrifft nur das Training mit deinen Daten.

Quellen (Stand Nov 2026)

Weiterlesen

Ähnliche Ratgeber

← Alle Artikel

0/3 Vergleichen