WordPress.com vs. WordPress.org: Der Unterschied einfach erklärt
„Ich mache meine Website mit WordPress“ kann zwei sehr verschiedene Dinge bedeuten. WordPress.com ist ein gehosteter Dienst der Firma Automattic. WordPress.org ist die Heimat der freien Software WordPress, die du bei einem beliebigen Hoster installierst. Beide nutzen dieselbe Software, unterscheiden sich aber bei Kosten, Kontrolle und Aufwand.
Der Kernunterschied
| WordPress.com | WordPress.org (selbst gehostet) | |
|---|---|---|
| Was es ist | Dienst: Hosting, Software, Wartung aus einer Hand | Software, kostenlos; Hosting suchst du selbst |
| Kosten | Tarife von Persönlich 4 € bis Commerce 45 €/Monat (jährlich, zzgl. Steuer) | Hosting ab wenigen € im Monat plus Domain |
| Plugins und Themes | laut Support auf allen bezahlten Tarifen | alle |
| Entwickler-Zugang (SFTP, SSH, WP-CLI, Staging) | ab Business (25 €) | je nach Hoster |
| Updates, Sicherheit, Backups | Anbieter | du bzw. Hoster |
| Serverstandort | Anbieter entscheidet | frei wählbar, z. B. Deutschland |
WordPress.com: für wen?
- Wer WordPress nutzen will, aber keine Technik betreuen möchte.
- Blogs und einfache Websites, bei denen der kleinere Tarif reicht.
- Wer später vielleicht umziehen will: WordPress.com-Seiten lassen sich als WordPress-Export mitnehmen.
WordPress.org: für wen?
- Wer volle Kontrolle über Plugins, Code und Server will.
- Wer Server in Deutschland bevorzugt, etwa bei ALL-INKL oder netcup (siehe netcup vs. ALL-INKL).
- Wer mehrere Websites günstig betreiben will.
Kostenvergleich über drei Jahre
Ein Beispiel ohne Aktionspreise:
- WordPress.com Premium: 8 € × 36 = 288 € zzgl. Steuer. Eine Domain ist im ersten Jahr bei Jahrestarifen laut Anbieter oft inklusive, danach kostenpflichtig.
- Selbst gehostet bei einem günstigen Webhoster: etwa 3–5 € pro Monat, also 108–180 € in drei Jahren, plus Domain.
- Dazu: Zeit für Updates und Pflege beim Selbsthosten – realistisch einige Minuten pro Woche, wenn automatische Updates aktiv sind.
Plugins: was sich geändert hat
Früher konnte man bei WordPress.com Plugins erst ab dem Business-Tarif installieren. Laut aktueller WordPress.com-Supportseite sind Plugins inzwischen auf allen bezahlten Tarifen verfügbar. Entwicklerfunktionen wie SFTP, SSH, WP-CLI und Staging bleiben laut Anbieter dem Business-Tarif und höher vorbehalten. Prüfe vor dem Kauf, ob ein benötigtes Plugin in deinem Tarif läuft.
Umzug zwischen beiden
- In WordPress.com unter Werkzeuge einen Export erstellen (Inhalte als XML; Medien separat).
- Beim neuen Hoster WordPress installieren.
- Mit dem WordPress-Importer Inhalte einspielen, Theme und Plugins neu einrichten.
- Domain umziehen bzw. DNS umstellen (siehe Website-Umzug).
In die andere Richtung geht es ebenso. Das ist ein großer Vorteil gegenüber geschlossenen Baukästen.
Häufige Verwechslungen
- „WordPress ist kostenlos“ – die Software ja, der Betrieb nicht.
- „WordPress.com ist eine Demo“ – nein, ein vollwertiger Dienst mit Bezahl-Tarifen.
- „Selbst gehostet ist unsicher“ – nur, wenn Updates vernachlässigt werden.
Entscheidung in einem Satz
Wer sich nie um Server und Updates kümmern will, nimmt WordPress.com; wer Kontrolle, freie Hosterwahl und niedrige Kosten bei mehreren Seiten will, nimmt selbst gehostetes WordPress – und kann jederzeit von einem zum anderen wechseln.
Für den Vergleich mit einem geschlossenen Baukasten siehe Wix vs. WordPress.com.
Unabhängig vom Weg: Halte die Zahl der Plugins klein, nutze ein verbreitetes Theme und lege regelmäßig Backups an, die du auch außerhalb des Hosters speicherst.
Anbieterseiten
WordPress.com öffnen Profil
Hostinger öffnen Profil
ALL-INKL.COM öffnen Profil
netcup öffnen Profil
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen WordPress.com und WordPress.org?
WordPress.com ist ein gehosteter Dienst mit Tarifen; WordPress.org bietet die freie Software zum Selbsthosten.
Kann ich bei WordPress.com Plugins installieren?
Laut Support auf allen bezahlten Tarifen. Entwickler-Zugang gibt es ab Business.
Was ist günstiger?
Selbst gehostet ist oft günstiger, kostet aber Zeit für die Pflege.
Kann ich später wechseln?
Ja, per WordPress-Export und -Import in beide Richtungen.
Quellen (Stand Okt 2026)
Weiterlesen
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