Kostenlose Stockfotos für Website und Kunden: Pexels, Unsplash, Pixabay – was die Lizenzen erlauben
Für Blogartikel, Landingpages oder Kundenwebsites braucht man ständig Bilder. Kostenlose Stockfoto-Plattformen wie Pexels, Unsplash und Pixabay sind dafür die erste Anlaufstelle. „Kostenlos“ heißt aber nicht „ohne Regeln“: Jede Plattform hat eine eigene Lizenz mit klaren Verboten, und auch das Recht am eigenen Bild oder Markenrechte bleiben bestehen. Dieser Ratgeber vergleicht die Lizenzbedingungen laut den Lizenzseiten der Anbieter (Stand Oktober 2026) und zeigt, wie du Bilder für dich und Kunden sauber einsetzt. Keine Rechtsberatung, kein Praxistest.
Die drei Plattformen im Vergleich
| Punkt | Pexels | Unsplash | Pixabay |
|---|---|---|---|
| Kosten | kostenlos | kostenlos (eigene Lizenz), daneben Bezahlangebot | kostenlos |
| Kommerzielle Nutzung | ja | ja | ja |
| Namensnennung Pflicht? | nein, aber erwünscht | nein, aber erwünscht | nein |
| Bearbeiten erlaubt? | ja | ja | ja |
| Unverändert verkaufen (Poster, Druck, Produkt) | verboten | verboten | verboten („standalone“, auch nur minimal verändert) |
| Auf anderen Bildplattformen weiterverbreiten | verboten (Stock- und Wallpaper-Seiten) | verboten (konkurrierende Dienste aufbauen) | Verbreitung „standalone“ verboten |
| Als Logo oder Marke nutzen | verboten | nicht ausdrücklich in der Zusammenfassung; Vorsicht | Marken auf Bildern nicht kommerziell für Waren/Dienstleistungen |
Was bei Pexels konkret verboten ist
Pexels formuliert seine Regeln besonders klar. Nicht erlaubt ist laut Lizenzseite:
- erkennbare Personen in einem schlechten Licht oder in anstößiger Weise darzustellen,
- unveränderte Kopien eines Fotos oder Videos, etwa als Poster, Druck oder auf einem physischen Produkt, zu verkaufen,
- den Eindruck zu erwecken, Personen oder Marken auf den Bildern würden dein Produkt unterstützen,
- die Inhalte auf anderen Stockfoto- oder Wallpaper-Plattformen zu teilen oder zu verkaufen,
- Fotos oder Videos als Teil einer Handels-, Bild- oder Dienstleistungsmarke oder eines Geschäftsnamens zu verwenden.
Ausdrücklich erlaubt ist dagegen die Nutzung auf Websites, in Shops, Newslettern, E-Books, Präsentationen und sogar in Vorlagen, die du verkaufst. Mehr zur Plattform in unserem Verzeichnis: Pexels.
Die drei Rechte, die keine Plattform übertragen kann
Auch die großzügigste Lizenz regelt nur das Verhältnis zwischen dir und dem Fotografen bzw. der Plattform. Drei Risiken bleiben:
- Recht am eigenen Bild: Abgebildete Personen haben eigene Rechte. Ob für ein Foto eine Einwilligung (Model Release) vorliegt, kannst du bei kostenlosen Plattformen meist nicht prüfen. Gerade in Werbung mit erkennbaren Gesichtern ist Vorsicht geboten: Eine Person darf nicht so wirken, als empfehle sie dein Angebot.
- Marken und Designs: Logos auf Laptops, Getränkedosen oder Kleidung, aber auch geschützte Gebäude oder Kunstwerke können Rechte Dritter berühren. Pixabay schließt die kommerzielle Nutzung von Inhalten mit erkennbaren Marken in Bezug auf Waren und Dienstleistungen ausdrücklich aus.
- Falsch hochgeladene Bilder: Plattformen prüfen nicht jedes Bild auf seine Herkunft. Lädt jemand fremde Fotos hoch, hilft dir die Plattformlizenz im Streitfall wenig.
Namensnennung: freiwillig, aber sinnvoll
Keine der drei Lizenzen verlangt eine Namensnennung. Das deutsche Urheberrecht kennt jedoch das Recht des Urhebers auf Anerkennung seiner Urheberschaft (§ 13 UrhG). Wie weit ein pauschaler Verzicht in einer Plattformlizenz reicht, ist juristisch nicht abschließend geklärt. Eine kurze Quellenangabe – „Foto: Name / Pexels“ in der Bildunterschrift oder im Impressum – kostet nichts und reduziert das Risiko.
Bilder in Kundenprojekten
Setzt du Stockfotos in einer Website für einen Kunden ein, nutzt am Ende der Kunde das Bild. Die Lizenzen erlauben das grundsätzlich, weil sie nicht an eine Person gebunden sind. Trotzdem gilt:
- Dokumentiere die Quelle: Link zur Bildseite, Name des Fotografen, Datum des Downloads, am besten ein Screenshot der Lizenzseite zu diesem Datum.
- Kläre im Vertrag, dass es sich um Fremdmaterial mit Plattformlizenz handelt und du keine weitergehenden Rechte einräumst. Hintergründe: Nutzungsrechte im Freelancer-Vertrag.
- Kein Logo, kein Merchandising: Für Logos, Visitenkarten-Motive oder Produkte, die verkauft werden, sind Stockfotos von Gratisplattformen ungeeignet.
Stockfoto oder KI-Bild?
Alternativ erzeugen viele Selbstständige Bilder mit Adobe Firefly, Midjourney oder direkt in Canva. Das löst manche Probleme (keine echten Personen), schafft aber andere – etwa Fragen zum Urheberrecht an KI-Bildern und zur Kennzeichnung. Die Unterschiede erklärt KI-Bilder kommerziell nutzen; technische Tipps zu Format, Alt-Text und Ladezeit stehen in KI-Bilder für Website und Blog, die genauso für Stockfotos gelten.
Checkliste vor dem Einbau
- Lizenzseite der Plattform aufrufen und Datum notieren.
- Erkennbare Personen? Dann keine Werbeaussage in ihren Mund legen, nicht in sensiblem Kontext zeigen.
- Marken, Logos, Kunstwerke im Bild? Im Zweifel retuschieren oder anderes Motiv wählen.
- Bild komprimieren, sinnvoll benennen, Alt-Text schreiben.
- Quellenangabe ergänzen und Nachweis ablegen.
Anbieterseiten
Pexels öffnen Profil
Canva Magic öffnen Profil
Adobe Firefly öffnen Profil
Midjourney öffnen Profil
FAQ
Muss ich bei Pexels-Fotos den Fotografen nennen?
Laut Pexels-Lizenz nein, eine Nennung ist aber erwünscht. Eine kurze Quellenangabe ist auch mit Blick auf § 13 UrhG eine einfache Absicherung.
Darf ich Stockfotos von Pexels oder Unsplash für Kundenwebsites verwenden?
Grundsätzlich ja, die Lizenzen erlauben kommerzielle Nutzung. Dokumentiere Quelle und Datum und kläre im Vertrag, dass es sich um Fremdmaterial handelt.
Darf ich ein Pexels-Foto als Poster verkaufen?
Nicht unverändert. Pexels verbietet den Verkauf unveränderter Kopien als Poster, Druck oder auf physischen Produkten.
Darf ich ein Stockfoto als Logo verwenden?
Pexels verbietet die Nutzung als Teil einer Marke oder eines Geschäftsnamens ausdrücklich. Für Logos sind Gratis-Stockfotos ungeeignet.
Wer haftet, wenn ein Foto falsch hochgeladen wurde?
Im Zweifel derjenige, der es verwendet. Die Plattformlizenz schützt nicht vor Ansprüchen des echten Rechteinhabers; ein dokumentierter Nachweis hilft bei der Klärung.
Quellen (Stand Okt 2026)
- Pexels: Lizenz (deutsch)
- Unsplash: License
- Unsplash Help: Bilder als Teil eines Produkts verkaufen
- Pixabay: Content License Summary
- § 13 UrhG (Anerkennung der Urheberschaft)
Weiterlesen
- KI-Bilder kommerziell nutzen: Rechte, Lizenzen und Risiken
- KI-Bilder für Website und Blog: Rechte, Kennzeichnung, Alt-Texte, Formate
- Nutzungsrechte im Freelancer-Vertrag: Was du einräumst – und was nicht
- Social-Media-Grafiken mit KI: Workflow mit Canva, Midjourney und ChatGPT
- Portfolio-Website für Freelancer: Checkliste für Inhalt, Recht und Technik