Gemini Notebook (ehemals NotebookLM): Limits, Abos und Datenschutz
Wer im Sommer 2026 NotebookLM geöffnet hat, ist vielleicht über einen neuen Namen gestolpert: Google hat das Recherche-Notizbuch am 16. Juli 2026 in Gemini Notebook umbenannt. Laut Google-Blog bleibt es ein eigenständiges Werkzeug; bestehende Notebooks, geteilte Links und Inhalte funktionieren weiter. Neu ist vor allem die engere Verzahnung mit der Gemini-App – und seit September 2026 ein anderes System für Nutzungslimits. Dieser Ratgeber fasst zusammen, was Gemini Notebook kann, welche Grenzen in welchem Abo gelten und worauf Freelancer beim Datenschutz achten sollten. Er beruht auf Google-Hilfeseiten und Preisangaben, nicht auf einem eigenen Praxistest.
Was Gemini Notebook anders macht als ein Chatbot
Ein normaler KI-Chat antwortet aus seinem Trainingswissen und – je nach Einstellung – aus der Websuche. Gemini Notebook arbeitet dagegen mit den Quellen, die du selbst hinzufügst: PDFs, Google Docs und Präsentationen, Webseiten, YouTube-Videos oder eingefügter Text. Antworten verweisen auf die Stellen in diesen Quellen, sodass du sie nachprüfen kannst. Daraus lassen sich Zusammenfassungen, Berichte, Mindmaps oder Audio-Übersichten im Podcast-Stil erzeugen. Für Freelancer heißt das: Ein Notebook pro Kunde oder Projekt, in dem Briefing, Styleguide, Produktdokumentation und Meeting-Notizen liegen – und die KI beantwortet Fragen nur auf dieser Grundlage.
Limits ohne Abo und mit Google AI
| Stufe | Preis/Monat (DE) | Notebooks | Quellen pro Notebook | Nutzung (Chat, Generierung) |
|---|---|---|---|---|
| Standard | 0 € | 100 | 50 | Basis-Kontingent |
| Google AI Plus | 4,99 €* | 200 | 100 | ca. 2x Standard |
| Google AI Pro | 21,99 € | 500 | 300 | ca. 4x Standard |
| Google AI Ultra | 99,99 € / 219,99 € | 500 | 500 / 600 | deutlich höher als Pro |
Jede einzelne Quelle ist laut Google-FAQ auf 500.000 Wörter bzw. 200 MB bei Uploads begrenzt. Für die meisten Projektunterlagen reicht das; sehr große Handbücher solltest du in Kapitel aufteilen.
Seit September 2026: rechenbasierte Limits
Seit dem 2. September 2026 zählt Google laut Hilfe nicht mehr einfach Chats oder Audio-Übersichten pro Tag. Stattdessen richtet sich das Kontingent nach dem Rechenaufwand: Es frischt sich alle fünf Stunden auf, bis ein Wochenlimit erreicht ist. Aufwendige Funktionen wie lange Audio- oder Video-Übersichten verbrauchen mehr als eine kurze Frage. Ältere Artikel mit festen Tageszahlen sind deshalb nur noch eingeschränkt aussagekräftig. Ein Abo erhöht das Kontingent um den jeweiligen Faktor.
Datenschutz: privates Konto oder Workspace?
- Privates Google-Konto: Laut Google-FAQ werden hochgeladene Quellen, Fragen und Antworten nicht zum Training der Modelle verwendet. Gibst du aber Feedback (zum Beispiel per Daumen), können Prüfer die betroffenen Inhalte einsehen.
- Google Workspace: Für Workspace-Konten gilt laut Google: keine Prüfung durch Menschen und keine Nutzung fürs Training. Gemini Notebook ist in Workspace-Abos enthalten.
- Konsequenz für Freelancer: Kundendokumente mit personenbezogenen Daten gehören eher in ein Workspace-Konto mit Auftragsverarbeitungsvertrag. Wer nur ein privates Konto hat, sollte Namen und Kontaktdaten vorher entfernen – siehe Kundendaten für KI anonymisieren.
Gemini Notebook, Perplexity oder Claude-Projekte?
| Aufgabe | Passendes Werkzeug |
|---|---|
| Fragen zu deinen eigenen Dokumenten mit Quellenverweis | Gemini Notebook |
| Offene Web-Recherche mit Quellenangaben | Perplexity |
| Texte schreiben und überarbeiten mit festem Projektkontext | Claude (Projekte) oder Gemini |
Die Werkzeuge ergänzen sich: Mit Perplexity recherchierst du Quellen, in Gemini Notebook wertest du sie aus, und in einem Chat-Assistenten formulierst du den finalen Text. Ob für die offene Recherche Perplexity oder ChatGPT besser passt, vergleicht der Ratgeber Perplexity oder ChatGPT für Recherche? Mehr zur Arbeit mit langen Dokumenten im Ratgeber Lange PDFs mit KI zusammenfassen.
NotebookLM oder ChatGPT-Projekte?
Wer nach „NotebookLM vs. ChatGPT“ sucht, vergleicht meist Gemini Notebook mit den Projekten in ChatGPT. Beide bündeln Unterlagen zu einem Thema, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Die Angaben stammen aus den Hilfeseiten von Google und OpenAI (Abruf Okt 2026), nicht aus einem eigenen Test.
| Merkmal | Gemini Notebook | ChatGPT-Projekte |
|---|---|---|
| Grundidee | Antworten auf Basis deiner Quellen, mit Verweis auf die Fundstelle | Arbeitsbereich mit Chats, Dateien und Anweisungen, damit du den Kontext nicht in jedem Chat neu erklärst |
| Anzahl | 100 Notebooks ohne Abo, bis 500 mit AI Pro/Ultra | unbegrenzt viele Projekte |
| Quellen bzw. Dateien | 50 pro Notebook ohne Abo, 300 mit AI Pro | 5 pro Projekt (Free), 25 (Go, Plus), 40 (Pro, Business, Enterprise, Edu); höchstens 10 Dateien auf einmal hochladen |
| Typische Ausgaben | Zusammenfassungen, Berichte, Mindmaps, Audio-Übersichten | Texte, Entwürfe und Analysen im Chat, mit den Projektdateien als Kontext |
Als Faustregel: Willst du viele Unterlagen auswerten und jede Aussage an der Quelle nachprüfen, passt Gemini Notebook. Willst du mit festem Kundenkontext laufend Texte schreiben und überarbeiten, passen ChatGPT-Projekte – oder Claude-Projekte, die ähnlich funktionieren. Welches ChatGPT-Abo dafür reicht, steht im Ratgeber ChatGPT Go oder Plus?; wie du das Training mit deinen Daten abschaltest, im Ratgeber KI-Training abschalten.
Workflow-Beispiel: Kundenbriefing auswerten
- Neues Notebook mit dem Kundennamen anlegen (bei Kundendaten im Workspace-Konto).
- Briefing, alte Website-Texte, Styleguide und das Transkript des Kick-off-Calls als Quellen hinzufügen.
- Fragen stellen: „Welche Zielgruppen nennt der Kunde?“, „Welche Begriffe sollen wir vermeiden?“, „Welche Widersprüche gibt es zwischen Briefing und Styleguide?“
- Jede Antwort über die Quellenverweise prüfen – besonders Zahlen und Zitate.
- Das Ergebnis als kurzes Briefing-Dokument exportieren und mit dem Kunden abstimmen.
Prüfe vor der Weitergabe immer die Originalquelle; auch quellengebundene KI kann Aussagen falsch zusammenfassen. Hinweise dazu im Ratgeber KI-Texte prüfen und Fakten checken.
Anbieterseiten
Gemini Notebook (ehem. NotebookLM) öffnen Profil
Google Gemini öffnen Profil
Perplexity öffnen Profil
Claude öffnen Profil
ChatGPT öffnen Profil
FAQ
Ist NotebookLM eingestellt worden?
Nein. Google hat NotebookLM am 16. Juli 2026 in Gemini Notebook umbenannt. Bestehende Notebooks und Links funktionieren weiter.
Ist Gemini Notebook kostenlos?
Ja, ohne Abo mit bis zu 100 Notebooks und 50 Quellen pro Notebook. Mit Google AI Plus, Pro oder Ultra steigen die Limits.
Wie viele Quellen kann ich pro Notebook hinzufügen?
Laut Google 50 ohne Abo, 100 mit AI Plus, 300 mit AI Pro und 500 bzw. 600 mit AI Ultra.
Werden meine Dokumente zum KI-Training verwendet?
Laut Google nicht. Bei privaten Konten können Prüfer aber Inhalte sehen, zu denen du Feedback gibst. Bei Workspace-Konten gibt es laut Google weder menschliche Prüfung noch Training.
Warum gibt es keine festen Tageslimits mehr?
Seit dem 2. September 2026 richtet sich das Kontingent nach dem Rechenaufwand, frischt sich alle fünf Stunden auf und ist wöchentlich gedeckelt.
NotebookLM oder ChatGPT – was ist besser für eigene Dokumente?
Das hängt von der Aufgabe ab. Gemini Notebook beantwortet Fragen auf Basis deiner Quellen mit Verweis auf die Fundstelle und erlaubt ohne Abo 50 Quellen pro Notebook. ChatGPT-Projekte bündeln Chats, Dateien und Anweisungen und erlauben je nach Abo 5 bis 40 Dateien pro Projekt.
Quellen (Stand Okt 2026)
- Google Blog: NotebookLM heißt jetzt Gemini Notebook
- Google Workspace Updates: NotebookLM is now Gemini Notebook
- Gemini Notebook Help: Upgrade Gemini Notebook
- Gemini Notebook Help: Manage your usage limits
- Gemini Notebook Help: Frequently asked questions
- Google AI Abos (Deutschland)
- heise: Google reduziert Preis für AI-Plus-Abo (Drittquelle)
- OpenAI Help: Projects in ChatGPT
Weiterlesen
- Lange PDFs mit KI zusammenfassen: Limits, Tarife, Vorgehen
- Claude Projekte für Freelancer: Wissen, Anweisungen und Limits
- Perplexity Free oder Pro: Recherche mit Quellen für Freelancer (Stand 2026)
- KI-Texte prüfen: Faktencheck-Checkliste für Blog, Angebot und Social Media
- Gemini vs. ChatGPT: Google AI Pro oder ChatGPT Plus?
- Google Workspace oder Microsoft 365: Was passt für Freelancer mit eigener Domain?