LanguageTool Free oder Premium: Preise und Limits für Freelancer
Tippfehler im Angebot, ein falsches Komma in der Kundenmail, ein holpriger Satz auf der Website: Für Freelancer, die viel schreiben, ist eine automatische Korrektur ein einfacher Qualitätsgewinn. LanguageTool ist eines der bekanntesten Werkzeuge dafür – mit kostenlosem Basistarif und einem Premium-Abo. Dieser Ratgeber fasst zusammen, was beide Varianten laut Anbieter können, was Premium im Oktober 2026 kostet und worauf du beim Datenschutz achten solltest. Er beruht auf den Angaben von LanguageTool, nicht auf einem eigenen Praxistest.
Was LanguageTool macht
LanguageTool prüft Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Stil in über 30 Sprachen. Es läuft als Browser-Erweiterung direkt in Webmail, CMS oder Online-Formularen, als Desktop-App und als Erweiterung für Textprogramme. Neben klassischen Regeln bietet es KI-gestützte Umformulierungen an – etwa um einen Satz kürzer, formeller oder freundlicher zu machen. Es ist damit kein Übersetzer wie DeepL und kein freier Schreibassistent wie ChatGPT, sondern eine Korrekturinstanz für Texte, die du selbst geschrieben hast.
Basic oder Premium im Vergleich
| Merkmal | Basic (kostenlos) | Premium |
|---|---|---|
| Textlänge pro Prüfung | bis 2.000 Zeichen pro Textfeld | bis 150.000 Zeichen |
| KI-Umformulierungen | 3 pro Tag | unbegrenzt |
| Prüfregeln | Rechtschreibung und Grammatik | zusätzliche Stil- und Grammatikregeln |
| Sprachen | über 30 Sprachen | |
Die 2.000-Zeichen-Grenze ist der wichtigste Unterschied im Alltag. Sie entspricht grob einer halben bis ganzen Normseite. Kurze Mails sind damit kein Problem; ein Angebot, ein Blogartikel oder eine längere Projektbeschreibung muss im Basic-Tarif in Abschnitten geprüft werden.
Was Premium kostet (Stand Oktober 2026)
| Laufzeit | Preis (inkl. MwSt.) | umgerechnet pro Monat |
|---|---|---|
| monatlich | 19,90 € | 19,90 € |
| vierteljährlich | 39,90 € | 13,30 € |
| jährlich | 59,89 € | ca. 4,99 € |
| zwei Jahre | 99,90 € | ca. 4,16 € |
| Team (bis 20 Nutzer) | 56,90 € pro Nutzer und Jahr | ca. 4,74 € |
Der Preisunterschied zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung ist ungewöhnlich groß: Zwölf Monatsabos kosten rund das Vierfache eines Jahresabos. Wer LanguageTool dauerhaft nutzen will, fährt mit dem Jahrestarif deutlich günstiger. Das Monatsabo eignet sich eher für ein einzelnes großes Projekt.
Weitere Bedingungen laut Anbieter: Das Abo verlängert sich automatisch, lässt sich aber jederzeit zum Ende der Laufzeit kündigen. Es gibt eine 14-tägige Geld-zurück-Garantie, Zahlung per PayPal oder Kreditkarte, und auf Wunsch eine Rechnung mit Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Als Software-Abo ist Premium bei beruflicher Nutzung in der Regel eine Betriebsausgabe.
Datenschutz: worauf Freelancer achten sollten
- Wer verantwortlich ist: Laut aktueller Datenschutzerklärung ist LanguageTool Teil der Learneo, Inc. mit Sitz in den USA. Damit stellen sich die üblichen Fragen zu Datenübermittlung und Auftragsverarbeitung – siehe US-Tools und Data Privacy Framework.
- Browser-Add-on: LanguageTool gibt an, dass geprüfte Texte über das Browser-Add-on nicht gespeichert werden.
- Online-Editor: Texte, die du im Editor als Dokument anlegst, werden gespeichert, damit du sie später wieder öffnen kannst.
- Kundentexte: Bei Verträgen, Personalunterlagen oder vertraulichen Kundendokumenten solltest du vorab prüfen, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig ist, und im Zweifel die Business-Angebote des Anbieters oder eine Prüfung ohne Cloud nutzen.
LanguageTool, DeepL Write oder KI-Chat?
| Aufgabe | Passendes Werkzeug |
|---|---|
| Fehler in eigenen Texten finden, direkt im Browser | LanguageTool |
| Texte übersetzen, Stil über DeepL Write anpassen | DeepL – siehe DeepL Free oder Pro |
| Ganze Absätze neu schreiben, Varianten erzeugen | ChatGPT oder Claude |
In der Praxis ergänzen sich die Werkzeuge. Ein sinnvoller Ablauf: Entwurf selbst oder mit KI schreiben, Inhalt und Fakten prüfen (siehe KI-Texte prüfen) und zum Schluss mit LanguageTool die Rechtschreibung kontrollieren.
LanguageTool oder Grammarly? Der direkte Vergleich
Grammarly ist die bekannteste Alternative zu LanguageTool. Lange galt es als reines Englisch-Werkzeug; laut eigener Hilfeseite gibt Grammarly inzwischen aber auch Vorschläge auf Deutsch und in rund zwei Dutzend weiteren Sprachen. Die wichtigsten Unterschiede laut Anbieterangaben:
| Merkmal | LanguageTool | Grammarly |
|---|---|---|
| Gratis-Tarif | Basic: bis 2.000 Zeichen pro Textfeld, 3 KI-Umformulierungen pro Tag | Free: Rechtschreibung und Grammatik, 100 KI-Prompts pro Monat |
| Deutsch | ja, eine von über 30 Sprachen | Vorschläge auf Deutsch in allen Tarifen; Absatz-Umformulierungen auch auf Deutsch |
| Bezahltarif monatlich | 19,90 € (inkl. MwSt.) | Pro: 30 US-Dollar |
| Bezahltarif jährlich | 59,89 € (ca. 4,99 € pro Monat) | Pro: 144 US-Dollar (12 US-Dollar pro Monat) |
| Extras im Bezahltarif | Texte bis 150.000 Zeichen, unbegrenzte Umformulierungen, zusätzliche Stilregeln | Satz-Umformulierungen, Ton anpassen, Plagiats- und KI-Text-Erkennung, 2.000 KI-Prompts pro Monat |
Faustregel: Wer überwiegend auf Deutsch schreibt und vor allem eine verlässliche Rechtschreib- und Grammatikprüfung sucht, ist mit LanguageTool und dessen Jahrestarif günstiger dran. Grammarly kann interessant sein, wer viel auf Englisch schreibt und die zusätzlichen KI-Funktionen wie Ton-Anpassung oder Plagiatsprüfung nutzen will. Beide Anbieter verarbeiten Texte in der Cloud; vor dem Einsatz mit Kundendaten gelten dieselben Prüfpunkte wie oben beschrieben – siehe auch AVV-Checkliste für SaaS-Tools. Wie gut die Korrektur bei deinen Texten ist, lässt sich nur selbst ausprobieren: Beide bieten einen kostenlosen Einstieg.
Für wen lohnt sich Premium?
- Lohnt eher: Texter, Berater, Coaches und alle, die täglich längere Texte an Kunden schicken – vor allem im Jahrestarif.
- Basic reicht eher: Wer überwiegend kurze Mails schreibt und längere Dokumente selten prüft.
- Andere Lösung: Wer vor allem übersetzt, ist mit DeepL besser bedient; wer die integrierte Prüfung von Word oder Google Docs nutzt, braucht eventuell gar kein zusätzliches Tool.
Anbieterseiten
LanguageTool öffnen Profil
DeepL öffnen Profil
ChatGPT öffnen Profil
Claude öffnen Profil
FAQ
Ist LanguageTool kostenlos?
Ja, der Basic-Tarif ist kostenlos. Er prüft bis zu 2.000 Zeichen pro Textfeld und erlaubt drei KI-Umformulierungen pro Tag.
Was kostet LanguageTool Premium?
Laut LanguageTool 19,90 Euro monatlich, 39,90 Euro vierteljährlich, 59,89 Euro jährlich oder 99,90 Euro für zwei Jahre, jeweils inklusive Mehrwertsteuer.
Kann ich LanguageTool Premium kündigen?
Ja, jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode. Laut Anbieter gibt es zudem eine 14-tägige Geld-zurück-Garantie.
Speichert LanguageTool meine Texte?
Laut Anbieter speichert das Browser-Add-on geprüfte Texte nicht. Texte, die du im Online-Editor als Dokument anlegst, werden gespeichert.
Ist Grammarly eine Alternative zu LanguageTool für deutsche Texte?
Grammarly gibt laut eigener Hilfeseite in allen Tarifen auch Vorschläge auf Deutsch. Pro kostet laut grammarly.com 30 US-Dollar monatlich oder 144 US-Dollar jährlich; LanguageTool Premium kostet jährlich 59,89 Euro.
Gibt es LanguageTool für Teams?
Ja, für bis zu 20 Nutzer zu 56,90 Euro pro Nutzer und Jahr. Für größere Organisationen gibt es Business-Angebote.
Quellen (Stand Okt 2026)
- LanguageTool Premium
- LanguageTool Help: What subscriptions does LanguageTool offer?
- LanguageTool Help: Verlängert sich mein Premium-Abo automatisch?
- LanguageTool Datenschutzerklärung
- Grammarly Plans
- Grammarly Support: Does Grammarly support languages other than English?
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